Schild: Schräglings liegende Wolfsangel
Helm: Kopf und Hals eines Mohren im Profil


Dem Mohren in Wappen werden unterschiedliche Bedeutungen zugeordnet. Hier in dem von Seydewitzwappen ist es nahe liegend, dass der Mohr den Heiligen Mauritus darstellen soll. In der Region ist es nicht selten, dass Adelsgeschlechter, Städte und Dörfer einen Mohren im Wappen führen.

Mauritius war römischer Offizier, Anführer der 22., der "thebäischen" Legion, die in der Thebais - der Gegend um Theben - in Ägypten ausgehoben worden war und nur aus Christen bestand. Sie hatten sich geweigert, den alten Göttern zu opfern und sich an der Verfolgung der Christen zu beteiligen. Daraufhin ließ Maximianus, der Mitregent von Kaiser Diokletian, jeden zehnten Mann zur Abschreckung umbringen, was aber ohne Erfolg blieb. Er wiederholte das so lange, bis die ganze Legion ermordet war. Mit Mauritius gehörten zu den getöteten Führern Candidus, Innocentius, Exuperius, Constantinus sowie Vitalis. Ursus und Victor entkamen zunächst und wurden später in Solthurn gemartert.

Die Gebeine der Märtyrer wurden schon um 380 wieder aufgefunden, über den Grabstätten entstand eine Kirche, die zum Wallfahrtsort wurde, im 6. Jahrhundert wuchs daraus Kloster St. Maurice d'Agaune. Seit dem 11. Jahrhundert befolgen die Mönche die Augustinerregel, die Äbte trugen bis 1840 die Titularwürde des Bischofs von Bethlehem, der Kirchenschatz ist der bedeutendste der Schweiz. Zunächst vereinzelt, vom späten 14. Jahrhundert an immer häufiger, wird Mauritius als Schwarzer dargestellt; daher gilt er auch als Patron der Handwerker, die mit Farben zu tun haben.
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Weitere Informationen zum Heiligen Mauritius:
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Dieses Siegel verwendete Michel von Seydewitz auf Crostewitz 1497 beim Verkauf seiner Güter zu Hauenhain.